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1990 – Das Jahr der Wiedervereinigung

Diese Zeit ging auch an unserer Genossenschaft nicht spurlos vorüber. Der Sprung von der planwirtschaftlichen Verwaltung in die Marktwirtschaft musste geschafft werden. Verwaltungstechnisch kamen eine unübersehbare Flut von Neuerungen in Form von neuen Gesetzen auf den Vorstand zu. Dazu die DM-Eröffnungsbilanz, mit der alle Immobilien neu bewertet waren. Eine gewaltige Arbeit, die vom damaligen Vorstand, zunächst ehrenamtlich, geleistet wurde. 1992 übernahm dann Herr Grabs als hauptamtlich Beschäftigter die Rolle des Vertreters des geschäftsführenden Vorstandes.

1993 begann dann unsere Genossenschaft mit dem Einbau von Warmwasserheizungen in alle Häuser. Dafür wurde ein Kredit über mehrere Millionen DM bei der Sächsischen Aufbaubank in Anspruch genommen. In diesem Zusammenhang wurden auch viele Sanitäranlagen in den Wohnungen modernisiert und es erfolgte eine Erneuerung der Energieleitungen mit Umstellung von Gas auf Elektroenergie.

An vielen Häusern erfolgte eine Trockenlegung und Wärmedämmung mit neuer Fassade, Höfe wurden erneuert und vieles andere mehr. Während dieser Zeit war es Herr Richter, der Herrn Grabs besonders in der Buchhaltung zur Seite stand und erheblich zur Erhaltung unserer GWG beitrug, denn die Arbeit in der Verwaltung nahm stark zu und war von einer Person, besonders vor dem Hintergrund vieler Baumaßnahmen, nicht mehr zu bewältigen.

Nach dem Ableben von Frau Anni Grabs und später Herrn Dietmar Grabs übernahm dann Frau Wiesemann 1995 als geschäftsführendes Vorstandsmitglied gemeinsam mit Herrn Richter die wirtschaftlichen Geschicke und es ging sichtlich bergauf. Es entstand ein neues System in der Buchhaltung, das den jährlichen Prüfungen standhielt.

Die Modernisierung unserer Häuser erwiesen sich als richtig und die Rückzahlung der Kredite bereitete keine Probleme, denn Leerstand war bis zur Jahrtausendwende ein Fremdwort. Danach wurden aber auch wir vom Leerstand und sozialen Problemen mit vielen Mietern nicht mehr verschont. Wir waren in der Marktwirtschaft angekommen. Durch den Wegzug vieler Menschen, vor allem bedingt durch Arbeitslosigkeit und einem zunehmenden Durchschnittsalter unserer Mieter nahm der Leerstand von Jahr zu Jahr zu. Das führte letztlich dazu, dass wir uns ernsthaft mit Fusionsgedanken befassten, um unsere Häuser zu erhalten.

Wir haben es aber bis heute geschafft, selbstständig zu bleiben und freuten uns mit allen unseren Mitgliedern, Mietern und Gästen am 7. Oktober 2010 das 100-jährige Jubiläum zu feiern. In diesem Sinne wünschen wir uns alle für unsere zukünftige Arbeit noch viel Kraft und ein gutes Gelingen.

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